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Berichte und Infos

Heidelberg. (CPB) Zwei Wochen nach dem Abstieg aus der Rugby-Bundesliga Süd/West verkündet der Sportclub Neuenheim einen Trainerwechsel für seine Männermannschaft der zum 1. Juli wirksam wird. Die Amtszeit von Trainer Lars Eckert, der im SCN seit sechs Jahren als Co-Trainer und in den letzten beiden Jahren als Cheftrainer verantwortlich ist, endet nach der DRV-Pokalrunde, in der sein Team am Samstag das Viertelfinale beim TV Pforzheim zu bestreiten hat. Der SCN bedankt sich bei Lars Eckert für das jahrelange Engagement.

Im Juli übernehmen die beiden Trainer Alexander Widiker als Chef- und Clemens von Grumbkow als Co-Trainer die Mannschaft, die den sofortigen Wiederaufstieg anstrebt.

 Der 36-jährige Alexander Widiker stammt aus Kasachstan und hat sein Rugby beim TB Rohrbach und SCN gelernt. Mit der Bundesliga-Mannschaft des SCN war der Stürmer deutscher Meister 2003 und 2004, bevor er für mehrere Jahre Stammspieler beim RC Orleans in der Federale 1 war. Nach seiner Heimkehr errang er mit dem Heidelberger Ruderklub vier weitere deutsche Meisterschaften und drei DRV-Pokalsiege. Widiker ist mit 65 Länderspielen Deutschlands Rekordnationalspieler.

 Der 34-jährige Clemens von Grumbkow ist in Leimen geboren und ebenfalls ein SCN-Eigengewächs. Der Soldat der Bundeswehr-Sportfördergruppe wirkt seit 2017 als Co-Trainer der deutschen Siebenerrugby-Nationalmannschaft. Deutscher Meister 2003 und 2004 mit dem SCN, blickt er auf eine erfolgreiche internationale Laufbahn als Innendreiviertel zurück. Von Grumbkow spielte mit Widiker in Orleans, war mit den Cavalieri Prato italienischer Vizemeister 2012, bewährte sich bei der Union Sportive in Dax und liess mit dem HRK die deutsche Meisterschaft 2015 folgen. Er ist mit 54 Länderspielen im Fünfzehnerrugby und 46 internationalen Siebenerrugby-Turnieren Deutschlands meistberufener Rugbyspieler.

Auf diesem Foto waren Sie mit dem SCN gemeinsame deutsche Meister - ab Juli 2018 trainieren sie zusammen die Herrenmannschaft der Neuenheimer und möchten schnell wieder in die Bundesliga zurück.

deutscher Meister 2004

So groß und schwer die Trophäe des Coup Scapoli auch sein mochte, Chiara und die Jungen des SCN hatten in ihrer Riesenfreude keine Mühe das massive Holzstück in die Luft zu stemmen. Sieger des mit zehn U16-Teams besetzten  und bestens  organisierten Traditions-Turniers in Longwy, welch ein Happyend!

Sieger beim U16 Turnier in Longwy

Dass sie in einem dramatischen Finale gegen die in der Qualifikationsrunde groß auftrumpfenden Talente der Auswahl des Elsass einen 21:19-Sieg würden feiern können, davon hatte das SCN-Team wohl kaum zu träumen gewagt.

Weiterlesen: U16: unerwarteter Turniersieg in Longwy

An der Tabelle hat sich am letzten Spieltag der Rugby-Bundesliga Süd/West nichts mehr geändert, aber die Rudergesellschaft Heidelberg zeigte sich beim 62:26-Sieg über den SC Neuenheim in guter Form für das Halbfinale.

Die „Orange Hearts“ wirbelten den SCN mit ihrer schnellen Hintermannschaft gehörig durcheinander. Einen Sahnetag hatte besonders Manuel Müller erwischt: Mit vier Versuchen sorgte der Schlussspieler in der ersten Hälfte alleine für den offensiven Bonuspunkt. Zum Zunge schnalzen waren vor allem der zweite Versuch nach feinem Überkick von Florian Wehrspann und der vierte, bei welchem Müller den eigenen Ankick fangen und drei Verteidiger überwinden konnte.
Der SCN aber war keineswegs ungefährlich und besann sich auf die eigenen Stärken. Mit dem Sturm machten die „Königsblauen“ starken Druck. André Viviers und Paul Weiss nutzen die Überlegenheit der ersten Acht aus und legten zu zwei Versuchen ab. Mit dem Halbzeitpfiff gelang Te Ira Davison der dritte Neuenheimer Versuch.

Nach der Halbzeitpause wurden die Beine in der SCN-Defensive angesichts der pausenlos anrennenden RGH und der Hitze schwer. Die Rudergesellschaft ließ sich nicht aus dem Konzept bringen und punktete kontinuierlich weiter. Wolfram Hacker feierte mit zwei Versuchen ein gelungenes Debüt in der Bundesliga-Mannschaft. Mit der letzten Aktion des Spiels wuchtete sich der Neuenheimer Abdulie Njie über die Linie und bescherte dem SCN den verdienten Bonuspunkt.

RG Heidelberg - SC Neuenheim 62:26 (26:19), RGH: Müller - Wadlinger, Haase (55. Hacker), Wehrspann, Bayram - F. Heimpel, Günther (55. Ueberle) - J. Schreieck, E. Heimpel (75. Schindler), S. Schreieck - Metz, Hug (60. Schiffers) - Übelhör (55. Ackermann), Caracciolo, Hocevar.

SCN: A. Klewinghaus - Engelbrecht, S. Robl, Kühn, Esadze (58. zu Löwenstein) - Jansen, Damaschek - Davison, Viviers, van Gelderen - Landsberg (58. Wirths), Schneider (70. Njie) - Weiss, Rikadze, Sanadiradze.

Schiedsrichter: Teppler (Südafrika); Zuschauer: 350; Punkte: 7:0 (4.) V Müller + E F. Heimpel; 14:0 (15.) V Müller + E F. Heimpel; 21:0 (21.) V Müller + E F. Heimpel; 21:5 (27.) V Viviers; 21:12 (38.) V Weiss + E A. Klewinghaus; 26:12 (40.) V Müller; 26:19 (40.+1) V Davison + E A. Klewinghaus; 33:19 (43.) V Haase + E F. Heimpel; 38:19 (46.) V Haase; 43:19 (54.) V Müller; 50:19 (71.) V Hacker + E F. Heimpel; 57:19 (77.) V Hacker + E F. Heimpel; 57:26 (80.) V Njie + E A. Klewinghaus; 62:26 (80.+2) V Schiffers; Zeitstrafe: -/Schneider (64.).

Am Samstag, dem 12.05.2018, steigt auf dem Museumsplatz in Heidelberg-Neuenheim das Endspiel um die 31. Deutsche Meisterschaft im Rugby der Frauen. Der ausrichtende SC Neuenheim trifft dabei in einer Neuauflage des letztjährigen Finales auf den RSV Köln. Ankick ist um 17.00 Uhr unter der Leitung der niederländischen Spitzenschiedsrichterin Riette Meijer.

Unsere Gäste vom RSV Köln stehen zum zweiten Mal in Folge im DM-Finale und wollen die erste Deutsche Meisterschaft im 15er-Rugby erringen. In der Bundesliga-Hauptrunde hatte der RSV - der sich mit der kompletten Rugbyabteilung in der Winterpause vom ehemaligen Hauptverein ASV Köln abgetrennt hat - nur zwei Niederlagen gegen unseren SCN hinnehmen müssen und damit im Halbfinale Heimrecht gegen den Heidelberger RK. Dieses Ausscheidungsspiel geriet am vergangenen Samstag zum echten Krimi, erst in den Schlussminuten gelang der spielentscheidende Straftritt durch Kölns Nationalspielerin Lisa Kropp. Der RSV zog mit einem 13:10-Erfolg ins Finale ein.

Die Zuschauer dürfen im Finale eine hoch motivierte Kölner Mannschaft der Trainer Marco Sermersheim und Morne Laubscher erwarten, die mit zahlreichen 15er- und 7er-Nationalspielerinnen besetzt ist und die Scharte aus dem Finale im Vorjahr auswetzen und den Titel gewinnen will. Wie schwer sie zu schlagen sind, bewiesen die Kölscher Mädcher im Rückspiel der Bundesliga vor zwei Wochen, als sie mindestens 50 Minuten lang absolut auf Augenhöhe mit unserem Team waren. Es wird spannend, ob und wie die Blauen sich diesmal durchsetzen.

Unsere Mannschaft will unbedingt erstmals seit 1999 eine Deutsche Meisterschaft verteidigen und den vierzehnten Titel der Vereinsgeschichte im 15er-Rugby erringen. Die SCN-Trainer haben dafür ihrem Team in der Endspielwoche an drei Trainingstagen den Feinschliff verpasst und hatten das Luxusproblem aus 28 Spielerinnen einen 22er-Kader nominieren zu müssen. Nach dem Teamrun am Freitagabend haben Kay Kocher und Marcus Trick im Vergleich zum Halbfinale gegen die SG Rhein-Main vier Änderungen an ihrem Spielkader vorgenommen. So kehren mit den Nationalspielerinnen Lisa Bohrmann, Lisa Parmetler und Julia Wich-Schwarz ganz erfahrene Kräfte ins Team zurück, die im Halbfinale aussetzen mussten.

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Bild: Die SCN-Mannschaft in der Saison 2017/2018. (Foto: Karlheinz Lörch)

Beide Mannschaften freuen sich auf zahlreiche Zuschauer und Unterstützer. Der Eintritt beträgt 10 Euro, ermäßigt 7 Euro und Jugendliche bis 18 Jahren genießen freien Eintritt.

So wollen sie spielen:

SC Neuenheim: 1 Noemi Mager 2 Julia Wich-Schwarz 3 Jessica Neues 4 Anne-Liese Schömer 5 Julia Rettig 6 Monica Yee 7 Amelie Harris 8 Elisa Trick 9 Johanna Carter 10 Franziska Holpp 11 Laura Schwinn 12 Steffi Gruber 13 Lisa Bohrmann 14 Lea Predikant 15 Sylvia Kling 16 Jessica LaMoe 17 Jess White 18 Zoe Chioato 19 Denise Rottmann 20 Lisa Parmetler 21 Katalina Bechtel 22 Maxime Rath.

RSV Köln: 1 Mareike Bier 2 Carmela Welge 3 Juliane Howitz 4 Vivian Gresser 5 Anika Bembennek 6 Melissa Paul 7 Carola Gleixner 8 Sarah Titgemeyer 9 Jil Lohmann 10 Dana Kleine-Grefe 11 Anja Fischer 12 Lisa Kropp 13 Lisa Naumann 14 Fiona Krieger 15 Robin Callaghan 16 Lynn Schüller 17 Johanna Wolff-Metternich 18 Marta Segura Heras 19 Pauline Heinemann 20 Romy Titov 21 Vivan Salim 22 Jana Kierdorf.

Die SCN-Frauen haben mit einem überragenden 114:0-Kantersieg (Halbzeitstand 62:0) im Halbfinale gegen die SG Rhein-Main gewonnen. Damit stehen sie am kommenden Samstag, dem 12. Mai 2018, auf eigenem Platz im Endspiel um die 31. Deutsche Meisterschaft 2018 gegen den RSV Köln. Köln hatte zeitgleich im Heimspiel gegen den Heidelberger RK sein Halbfinale gespielt, gewann in der Schlussphase sehr knapp mit 13:10 und verhinderte so - ähnlich wie im Vorjahr - ein Heidelberger Stadtderby im Finale.

Der SCN setzte sich mit einem wahren Punktefeuerwerk gegen die kämpferisch vorbildliche, aber defensiv überforderte SG Rhein-Main durch: alle 22 eingesetzten Spielerinnen spielten über 80 Minuten Angriffsrugby vom Allerfeinsten und ließen keinen Zweifel am absoluten Willen zur Titelverteidigung zu. Die Punkte fielen durch 18 Versuche von Steffi Gruber(2), Franzi Holpp, Sylvia Kling(4), Eva Laucht(2), Jessi Neues, Lea Predikant(3), Julia Rettig, Denise Rottmann, Laura Schwinn, Elisa Trick(2). Die junge Schlussspielerin Laura Schwinn traf mit 12 Erhöhungen und hatte mit 67 Prozent eine sehr gute Kickquote.

Der SCN begann vom Ankick weg hoch konzentriert und überstand die ersten Minuten gegnerischen Drucks mit Bravour, um dann das Spiel an sich zu reißen. Spielführerin Elisa Trick legte bereits in der vierten Spielminute den ersten Versuch und nach einer Viertelstunde waren es Lea Predikant und Sylvia Kling mit einem Doppelschlag zum 15:0, die nachlegen konnten. Mitte der ersten Halbzeit lies Laura Schwinn einen vierten Versuch folgen, den sie selbst erhöhen konnte und danach hatte sie genug Selbstvertrauen getankt und sich vom Setzhütchen eingeschossen, nachdem sie zunächst die ersten drei Erhöhungen knapp verfehlt hatte. Die Gäste waren sichtlich um Kontrolle über das Spiel bemüht, hatten aber defensiv erheblichen Mühen mit der Mischung aus dem intensiven Phasenspiel der Neuenheimer Stürmerinnen und dem Speed der SCN-Hintermannschaft. So konnten immer wieder Durchbrüche erzielt und spätestens durch das gute Unterstützungsspiel in Versuche umgemünzt werden, in der Folge lief Steffi Gruber gleich zweimal und Sylvia Kling zum zweiten Mal zum zwischenzeitlichen 43:0 nach einer knappen halben Stunde ein. Danach kam die SG Rhein-Main für eine Zeit besser ins Spiel, nur um dann unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff den dritten und vierten Versuch von Sylvia Kling und einen Weiteren von Elisa Trick zu erleiden. Halbzeitstand 62:0 für den SCN.

In und unmittelbar nach der Halbzeitpause wechselten die SCN-Trainer planmäßig praktisch komplett durch. Dem eigenen Spiel tat dies keinen Abbruch, es wurde sich schnell an den Standards und im offenen Film justiert und weiter ging es mit dem furiosen Spiel aus Neuenheimer Sicht. Immer konsequent und aggressiv gegen den Ballbesitz des Gegners agierend und im Kollektiv diszipliniert und eingespielt kämpfend kamen die Blauen zu immer neuen Chancen und nutzten diese. Franzi Holpp, Lea Predikant, Denise Rottmann und die doppelte Eva Laucht schraubten das Ergebnis in die Höhe, Lea Pedikant machte dann das Ergebnis in der 73. Minute dreistellig. Die Schlussphase gehörte dann den Stürmerinnen, Julia Rettig und die eingewechselte Jessi Neues schlossen jeweils ab. Der sichere Schiedsrichter Uwe Carsten Jansen hatte keine Probleme mit der sehr fairen Partie und pfiff beim Endstand von 114:0 ab.

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Bild: U18-7er-Nationalspielerin Katalina Bechtel in Aktion gegen die SG Rhein-Main. (Foto Alexander Ehhalt)

Jetzt gilt es eine weitere Woche hart und diszipliniert zu arbeiten und dann am kommenden Samstag ab 17.00 Uhr auf dem Museumsplatz gut vorbereitet um den Titel zu kämpfen. Der RSV ist ein gefährlicher Herausforderer und wird auf Biegen und Brechen gewinnen wollen. Alle SCN-Mitglieder und -Freunde sind herzlich aufgefordert unser Team bei dieser schweren Aufgabe zu unterstützen: kommt auf den Museumsplatz und feuert die Blauen an. Die Mädels haben es verdient!

So spielte der SCN: 1 Noemi Mager (41. Jessi Neues) 2 Denise Rottmann 3 Jessica LaMoe (45. Catherine Liptak) 4 Anne-Liese Schömer 5 Julia Rettig 6 Zoe Chioato (50. Katy Dockery) 7 Amelie Harris (41. Michelle Henninger) 8 Elisa Trick (41. Monica Yee) 9 Johanna Carter 10 Franziska Holpp 11 Maxime Rath 12 Steffi Gruber (45. Katalina Bechtel) 13 Sylvia Kling (50. Eva Laucht) 14 Lea Predikant 15 Laura Schwinn.

Ergebnis SC Neuenheim - FC St. Pauli 114:0 (62:0); Schiedsrichter: U. Jansen; Zuschauer: 200; Punkte: 5:0 (4.) V Trick, 10:0 (13.) V Predikant, 15:0 (15.) V Kling, 22:0 (20.) V + E Schwinn, 29:0 (23.) V Gruber + E Schwinn, 36:0 (26.) V Gruber + E Schwinn, 43:0 (29.) V Kling + E Schwinn, 50:0 (38.) V Kling + E Schwinn, 55:0 (39.) V Kling, 62:0 (40.) V Trick + E Schwinn, 69:0 (45.) V Holpp + E Schwinn, 74:0 (50.) V Predikant, 81:0 (60.) V Rottmann + E Schwinn, 86:0 (65.) V Laucht, 93:0 (70.) V Laucht + E Schwinn, 100:0 (73.) V Predikant, 107:0 (76.) V Rettig + E Schwinn, 114:0 (79.) V Neues + E Schwinn.

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