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Frauenligen

Die Vereine spielen in einem regelmäßigen Ligabetrieb, zurzeit in einer eingleisigen Bundesliga für 15er Rugby sowie in 7er-Ligen für 7er-Rugby. Die Frauen spielen nach den international gültigen Rugby-Union-Regeln, wie auch die Männer.

Die SCN-Mädels haben am Samstag einen echten Rugbykrimi beim Lokalrivalen Heidelberger RK mit 23:21 (Halbzeitstand 10:14) gewonnen. Das Stadtderby der Frauenbundesliga war wieder einmal ein echter Kracher und wurde erst in der vorletzten Aktion entschieden. Die zahlreichen Zuschauer wurden jedenfalls mit einem der spannendsten Spiele der letzten Jahre für ihr Kommen belohnt. Die Punkte für den SCN machten Lisa Bohrmann, Lea Predikant, Maxime Rath und Elisa Trick durch vier Versuche. Laura Schwinn verwandelte in der zweiten Halbzeit einen Straftritt. Damit überwintern die Blauen mit der Maximalpunktzahl (25) vor dem ASV Köln (19) und dem Heidelberger RK (16) auf Platz eins der Tabelle.

Schnee, Eis und Minusgrade: so manche der am Samstag angetretenen Spielerinnen dürfte dann doch noch etwas neidisch an unser Dubai-Quartett gedacht haben! Vor dem Spiel hatten die beiden Mannschaften mit vereinten Kräften und der zahlreichen Unterstützung von Zuschauern das Kunstrasenfeld des HRK im Harbigweg von Schnee und Eis befreit und so den Ankick erst möglich gemacht. Allein das war schon eine bemerkenswerte Glanzleistung aller Beteiligten und zeigt den Enthusiasmus für das Spiel. Vielen Dank an alle Helfer!

Wer nach diesem Kraftakt gedacht hatte das Spiel würde eine eher müde Angelegenheit werden, sah sich getäuscht: beide Seiten begannen wie die Feuerwehr und schenkten sich über die komplette Spielzeit in einem offenen Schlagabtausch nichts. Für unsere SCN-Mädels scheint es eine liebevoll gepflegte Tradition zu werden, dass das letzte Spiel vor der Winterpause möglichst schwierig und knapp gestaltet wird, wie zuletzt in den beiden Vorjahren jeweils in Köln, als es einmal eine knappe Niederlage und im letzten Jahr ebenfalls einen hauchdünnen Sieg gab. Die Führung wechselte am Samstag gleich mehrfach und erst in der vorletzten Aktion sicherte der vierte Versuch von Lisa Bohrmann unserer Mannschaft den Sieg und den offensiven Bonuspunkt. Der HRK musste sich mit dem defensiven Bonuspunkt trösten, der aber im weiteren Saisonverlauf noch wertvoll sein könnte.

Nach 24 Minuten fielen die ersten Punkte zur 5:0-Führung des SCN, als Maxime Rath zum Versuch auf die linke Eckfahne raste, wenige Minuten später konterten die Zebras praktisch unter den Stangen und gingen nach erfolgreicher Erhöhung kurzzeitig in Führung. Elisa Trick brachte dann per Versuch auf der rechten Seite die Blauen wieder in Front. Kurz vor der Halbzeit dann der erneute Führungswechsel durch einen weiteren erhöhten Versuch des Ruderklubs. Halbzeitstand 10:14 aus Sicht unserer Mannschaft.

Nach dem Seitenwechsel ein ähnliches Bild, das Spiel wogte hin und her. Ein echtes Nervenspiel bei Temperaturen um den Gefrierpunkt, auf beiden Seiten wurde auf taktische Wechsel verzichtet, es gab nur punktuellen Ersatz für angeschlagene oder verletzte Spielerinnen. Zunächst verkürzte Laura Schwinn per Straftritt aus 25 Metern zum zwischenzeitlichen 13:14 und dann zog der HRK mit dem dritten erhöhten Versuch auf acht Punkte davon. Dies war jedoch noch nicht die Entscheidung in diesem vollkommen offenen Spiel, da der SCN in den letzten zwanzig Minuten nichts mehr zuließ und zunächst durch Lea Predikants Versuch auf der rechten Eckfahne verkürzte. Kurz vor Schluss belohnte dann Lisa Bohrmann ihre Mannschaftskameradinnen für eine bärenstarke Moral mit dem entscheidenden Versuch rechts außen, damit war die Partie in der vorletzten Aktion entschieden. Endstand 23:21 für den SC Neuenheim.

Die Blauen in Rot

Bild: die Blauen mal wieder ausnahmsweise in Rot nach dem 23:21-Auswärtssieg beim Heidelberger RK. (Foto: privat)

Trainer Kay Kocher war nach dem Spiel zufrieden mit dem Ergebnis, nicht aber mit dem Spiel unserer Mannschaft: „unser ganzes Spiel war heute nur Stückwerk und permanent von eigenen Fehlern in der Offensive und Defensive gestört. Bis auf die tadellose kämpferische Leistung bis zum Schluss hat nicht viel gepasst, wir haben da in der Vorbereitung für die Rückrunde einiges aufzubereiten. Der Heidelberger RK hat mit seinem besten Spiel seit langem beeindruckt und war ein sehr harter Gegner, es hätte auch andersherum ausgehen können.“

„Es war ein sehr harter Kampf, aber wir hatten das bessere Ende für uns und es hat riesig Spaß gemacht! Wir brauchen solche Spiele, um uns weiterzuentwickeln.“, so das Fazit von Spielführerin Elisa Trick nach dem Spiel.

Nach dem Spiel liess die erschöpfte Mannschaft den Tag auf dem Weihnachtsmarkt im Heidelberger Zoo bei Glühwein und Punsch ausklingen.

Jetzt ist erstmal Winter- und Trainingspause, im Januar nehmen die Blauen dann das Training wieder auf und wollen aus der bestmöglichen Ausgangsposition die deutsche Meisterschaft verteidigen. Die Begegnung gegen den HRK hat gezeigt, dass die Titelverteidigung kein Selbstläufer ist. Die SCN-Nationalspielerinnen haben allerdings noch einen weiteren Termin vor sich: am kommenden Samstag spielt die Nationalmannschaft in Heidelberg gegen die British Army XV, auch das könnte nochmal ein Kraftakt und ein enges Ding werden, bevor es dann endgültig in die Weihnachtsferien geht. Das internationale Testspiel gegen die sehr starken Britinnen wird am Samstag, dem 09.12.2017, beim HRK um 13.00 Uhr angepfiffen.

So spielte der SCN: 1 Jessi Neues 2 Denise Rottmann 3 Jessica LaMoe 4 Dilek Menekse (30. 17 Kathi Bader) 6 Julia Wich-Schwarz 7 Anja Czaika 8 Elisa Trick © 9 Catharina Günther 10 Franziska Holpp 11 Maxime Rath (50. 20 Catalina Bechtel) 12 Lisa Bohrmann 13 Steffi Gruber 14 Lea Predikant 15 Laura Schwinn. Reserve: 16 Catherine Liptak 18 Jess White 19 Michelle Henninger 21 Samira Schuster 22 Maite Bredehöft.

Ergebnis Heidelberger RK - SC Neuenheim 21:23 (14:10); Schiedsrichter: U. C. Jansen; Linienrichter: T. Bollian, A. Trick; Zuschauer: 200; Punkte: 0:5 (24.) V M. Rath; 7:5 (27.) V T. Schucker + E L. Maral; 7:10 (29.) V E. Trick; 14:10 (38.) V + E L. Maral; 14:13 (50.) S L. Schwinn; 21:13 (60.) V S. Pfisterer + E L. Maral; 21:18 (62.) V L. Predikant; 21:23 (79.) V L. Bohrmann.

Am kommenden Samstag, dem 02.12.2017, beenden die SCN-Frauen das so erfolgreiche Sportjahr 2017 mit einem Lokalderby gegen den Heidelberger RK. Dabei geht es auswärts auf dem Kunstrasen des Heidelberger RK um 15.00 Uhr - man beachte die geänderte Spielzeit - um viel: beide Teams kämpfen um das Heimrecht im Habfinale, wobei unser Team vorentscheidende Punkte anstrebt um nicht in einen Dreikampf mit dem ASV Köln und dem HRK hineingezogen zu werden, während der HRK nach der Auswärtsniederlage beim ASV (17:27) dringend Punkte aus den Heimspielen gegen den SCN und die Kölnerinnen braucht um dieses Ziel noch realisieren zu können.

Am vergangenen Samstag haben die Zebras unter Beobachtung von SCN-Trainer Marcus Trick gegen den FC St. Pauli einen überzeugenden 55:14-Erfolg erzielt und dabei ein überlegenes Gedränge und schnelle Konter gezeigt. Man darf und muss von einer Bestbesetzung beim Ruderklub für den Samstag ausgehen, der nach dem Turniersieg beim Heimturnier der 7er-Liga (17:0 gegen den SCN im Finale) vor Selbstvertrauen strotzt. Ein Gegner, der nur über starke Standards, Ballbesitz und kompromisslose Verteidigung zu schlagen ist.

Wie schaut es bei unseren Blauen aus? Die waren am letzten Samstag spielfrei und haben sich auf Einladung von Mäzen Walter Niebel beim vorweihnachtlichen Gänseessen für die letzte Aufgabe des Jahres gestärkt. Nach wie vor gibt es viele Verletzungen und Blessuren im Team, so fallen zumindest die Nationalspielerinnen Johanna Carter, Marlis Gerigk und Noemi Mager weiter aus. Sturmkollegin Zoe Dickhaut hat sich wie Anne-Liese Schömer in den Auslandsaufenthalt verabschiedet und Katy Dockery hat Schulterprobleme, ein Einsatz dürfte ausgeschlossen sein. Dazu weilen gleich vier Spielerinnen - denen wir für diese tolle Chance viel Erfolg und Spaß wünschen - mit verschiedenen Teams bei den Dubai 7s, kurioserweise auch hier hauptsächlich zu Lasten des Sturmes: Amelie Harris, Erica Myers und Monica Yee hatten zuletzt die dritte Sturmreihe gegen den FC St. Pauli gebildet, werden jetzt aber fehlen. Es fällt also praktisch ein kompletter Sturm aus, und das vor dem Lokalderby…

In der Hintermannschaft ist Sylvia Kling angeschlagen und ein Einsatz fraglich, die beim 7er-Turnier leicht verletzte Maxime Rath konnte immerhin am Dienstag wieder trainieren. Auch Laura Schwinn und unsere SCN-Spielführerin Elisa Trick sind beim 7er-Liga-Turnier am vorletzten Wochenende weitgehend mit dem Schrecken davongekommen und nach den erlittenen Blessuren wohl bis Samstag wieder voll einsatzfähig. Mit Jessica LaMoe kehrt ein Prop in den Kader zurück, Anja Czaika und Denise Rottmann haben ihre Verletzungen überwunden und unsere deutsche Meisterin Uli Borchardt wird erstmals in dieser Saison ins Geschehen eingreifen können und die Not auf der zweiten Reihe qualifiziert lindern.

Borchardt Ulrike

Bild: Nationalspielerin Uli Borchardt kommt wohl am Samstag zum ersten Saisoneinsatz gegen den Heidelberger RK. (Foto: Karlheinz Lörch)

„Wir werden auch zu diesem Spieltag wieder den Sturm umbauen müssen, das ist eine Hypothek für ein schweres Spiel gegen den HRK. Aber die ganze Truppe brennt auf das Derby und wir wollen mit einem Sieg und einer klaren Tabellenführung in die Winterpause!“ so Trainer Kay Kocher. Der frühere Weltklassespieler und 7er-Nationalstrainer hofft für die Rückrunde auf die Genesung einiger Leistungsträgerinnen und auf weniger Verletzungspech: „letzte Saison sind wir da fast komplett verschont gewesen, inzwischen bekommt man den Eindruck, dass das jetzt alles auf einmal kommt…“. Hoffen wir da mal auf eine Trendwende!

Ankick unter der Leitung von Schiedsrichter U. C. Jansen ist am Samstag um 15.00 Uhr auf dem HRK-Platz im Harbigweg 14, Heidelberg. Beide Teams freuen sich über zahlreiche und lautstarke Unterstützung!

Der vorläufige SCN-Kader für das Lokalderby:

Kathi Bader, Catalina Bechtel, Lisa Bohrmann, Uli Borchardt, Maite Bredehöft, Anja Czaika, Steffi Gruber, Katharina Günther, Michelle Henninger, Franziska Holpp, Sylvia Kling, Jessica LaMoe, Eva Laucht, Catherine Liptak, Annabel Mai, Dilek Menekse, Jessi Neues, Lea Predikant, Maxime Rath, Denise Rottmann, Samira Schuster, Laura Schwinn, Elisa Trick(c), Jess White, Julia Wich-Schwarz.

Die SCN-Mädels haben mit einer starken Teamleistung eine wahre Schlammschlacht gegen den FC St. Pauli am Ende deutlich mit 56:0 (Halbzeitstand 25:0) gewonnen. Die Punkte machten Catalina Bechtel, Lisa Bohrmann, Steffi Gruber(2), Catharina Günther, Eva Laucht, Lea Predikant, Laura Schwinn und Elisa Trick durch insgesamt neun Versuche. Samira Schuster traf in der ersten Halbzeit mit einem Straftritt und einer Erhöhung, Laura Schwinn im zweiten Durchgang mit drei Erhöhungen. Damit haben die Blauen den Vorsprung in der Tabelle ausgebaut, liegen sechs Punkte vor dem ASV Köln, der zuhause gegen den Heidelberger RK mit 27.17 (Halbzeitstand 7:12) gewonnen hat.

Angesichts der zahlreichen Ausfälle von etablierten Spielerinnen trat unser Team gegen den FC St. Pauli mit einer auf vielen Positionen umgebauten Startformation an. Spielführerin Elisa Trick musste auf der ersten Sturmreihe ran, Michelle Henninger und Erica Myers starteten in ihrem zweiten, beziehungsweise ersten Spiel für den SCN auf der dritten Reihe. Die junge Catharina Günter und die erfahrene Lisa Bohrmann bildeten das Verbindungspaar, Eva Laucht startete mit Steffi Gruber auf Innen, Samira Schuster auf Schluss.

Die Begegnung begann von beiden Seiten etwas nervös und war in den ersten zwanzig Minuten geprägt vom harten Kampf der Sturmreihen. Unsere Hintermannschaft brauchte etwas, um sich zu finden, ebenso unser Gedränge. Der Dauerregen und ein tiefer Platz taten ihr Übriges zu einem punktearmen Start der Partie. Samira Schuster brachte zwar nach drei Minuten die Unseren per Straftritt aus 30 Metern halbrechts in Führung, ansonsten war es ein ausgeglichenes Spiel ohne zwingende Chancen auf beiden Seiten.

Ausgerechnet die junge Catharina Günther brach dann den Bann und legte gegen Mitte der ersten Halbzeit den initialen Versuch. Sie hatte vor zwei Wochen bei der leider verletzten Johanna Carter genau hingeschaut und legte ebenso kaltschnäuzig direkt vom Offenen weg im Malfeld ab. Ab diesem Zeitpunkt nahm der SCN das Heft in die Hand und die Nationalspielerinnen Lisa Bohrmann, Steffi Gruber und Eva Laucht legten bis zur Halbzeit sehenswerte Versuche nach. Samira Schuster erhöhte den letzten Versuch von Eva Laucht, den diese aus der gegnerischen Hintermannschaft herausgefangen hatte, aus guter Position sicher. Der Sturm fand immer besser ins Spiel, auch dank einer bärenstarken Jessi Neues, die ihr bisher bestes Spiel in der Frauenbundesliga zeigte. Leider musste die junge Michelle Henninger früh verletzt rausgenommen werden, sie wurde durch Katy Dockery ersetzt. Halbzeitstand 25:0, zu diesem Zeitpunkt vielleicht sogar etwas hoch für den Spielverlauf im ersten Durchgang.

Kay Kocher brachte dann in der Halbzeit die aus dem Ausland zurückgekehrte U18-Nationalspielerin Laura Schwinn, die wenige Minuten später den Versuch ihrer Schwester Elisa nach einem fulminanten Durchbruch und Sprint unter die Stangen erhöhte. Sie liess dann dieser Erhöhung zwei weitere und einen Versuch folgen. Es wurde in der Folge praktisch die komplette Reserve eingewechselt und eine weitere frische Spielerin war als Nächste per Versuch erfolgreich: die junge Catalina Bechtel wurde von Haklerin Julia Wich-Schwarz wunderbar in Szene gesetzt und tauchte weit rechts außen ins Malfeld ein. Danach fand Steffi Gruber einmal mehr eine Lücke, wo eigentlich keine war und sauste einfach mal zwischen den Gegnerinnen zum Versuch durch, ehe sie dann wenige Minuten später Laura Schwinn einen Versuch auflegte, den diese auf engem Raum an die Eckfahne rannte. Den Schlusspunkt setzte Eckdreiviertel Lea Predikant, die sich ins Getümmel warf und in bester Prop-Manier einen Sturmangriff abschloss - ein nicht unbedingt schöner, aber umso ehrlicher erarbeiteter Versuch!

Schwinn Laura

Bild: Tolles Comeback nach der Halbzeit: Laura Schwinn mit 11 Punkten in 40 Minuten. (Foto: privat)

Fazit: allen Ausfällen und Widrigkeiten zum Trotz ein tolles Spiel der Blauen, bei denen - Achtung Statistik - bereits achtzehn(!) verschiedene Spielerinnen in dieser Saison Versuche gelegt haben und damit sich und ihre Mannschaft für ihren Einsatz und den Glauben an das Spielsystem belohnt haben. Stark waren die Stürmerinnen, die Schwerstarbeit leisten mussten, die Hintermannschaft fuhr ebenfalls wo es sein musste die Stollen aus und spielte oftmals wie bei Sonnenschein. Jess White feierte einen Geburtstag nach Maß mit einem Sieg, Zoe Dickhaut verabschiedete sich mit einer tollen Leistung nach Neusseeland und wird in den nächsten Monaten fehlen. Catherine Liptak und Erica Myers debütierten erfolgreich für den SCN. Weiter so Mädels, am besten nächste Woche beim 7er-Turnier und dann am 2. Dezember beim HRK zum Rückspiel und der Neuauflage des Stadtderbys!

So spielte der SCN: 1 Elisa Trick © 2 Julia Wich-Schwarz 3 Jessi Neues 4 Zoe Dickhaut 5 Dilek Menekse (50. Jess White) 6 Michelle Henninger (25. Katy Dockery) 7 Erica Myers (55. Catherine Liptak) 8 Monica Yee 9 Catharina Günther 10 Lisa Bohrmann 11 Maxime Rath (50. Catalina Bechtel) 12 Steffi Gruber 13 Eva Laucht (70. Maite Bredehöft) 14 Lea Predikant 15 Samira Schuster (41. Laura Schwinn).

Ergebnis SC Neuenheim - ASV Köln 56:0 (25:0); Schiedsrichter: H. Brauner; Zuschauer: 120; Punkte: 3:0 (3.) S S. Schuster; 8:0 (19.) V C. Günther; 13:0 (24.) V L. Bohrmann, 18:0 (34.) V S. Gruber; 25:0 (39.) V E. Laucht + E S. Schuster; 32:0 (44.) V E. Trick + E L. Schwinn; 37:0 (63.) V C. Bechtel; 44:0 (67.) V S. Gruber + E L. Schwinn; 49:0 (72.) V L. Schwinn; 56:0 (79.) V L. Predikant + E L. Schwinn.

Am kommenden Samstag, dem 11.11.2017, steigt das letzte Heimspiel der SCN-Frauen im Jahr 2017 gegen den achtfachen deutschen Meister FC St. Pauli. Die Dauerrivalinnen des SC Neuenheim aus den 90er-und 00er-Jahren sind mit dem SC Neuenheim Gründungsmitglied der Frauenbundesliga und in den letzten Jahren ein ausgewiesener Favoritenschreck. Es geht um wichtige Punkte im Kampf um die Halbfinalplätze und das Heimrecht in der K.O.-Phase. Ankick ist um 14.00 Uhr auf dem Museumsplatz.

Die Gäste waren in der ersten Dekade dieses Jahrtausends das Maß der Dinge im deutschen Frauenrugby, der letzte Titelgewinn datiert allerdings aus dem Jahr 2008, seither schwanken die Leistungen oft erheblich. Die Norddeutschen haben einerseits in den letzten Jahren immer wieder Tiefpunkte wie die herbe Auswärtsniederlage im Halbfinale der letzten Saison einstecken müssen, aber doch regelmässig zuhause - deutlich favorisiert angereiste - Heidelberger und Kölner Teams geschockt und seltener auch auswärts Topleistungen abgeliefert. Die Hamburgerinnen haben zuletzt gegen die SG Rhein-Main (17:0), den ASV Köln (20:31) und den Heidelberger RK (15:29) gute Leistungen gezeigt und kämpfen jetzt erstmals auswärts um einen Platz im Halbfinale.

Die Damen in den Traditionsfarben Braun und Weiß sind aus der jüngeren Vergangenheit eher weniger für technische Eleganz oder ein versiertes Kickspiel als für ein starkes Sturmspiel, gute Standards, enorme Kampfkraft und starke Physis bekannt, dafür stehen Spielerinnen wie die Nationalspielerinnen Sabine Schubert, Marlene Lorenz oder Kathrin Vocke. Allerdings dürften mit der von einer schweren Knieverletzung genesenen und hoch talentierten jungen Spielmacherin Freya Sibbertsen genau diese Qualitäten ins Spiel der Hamburgerinnen zurückkehren.

Das macht den FC St. Pauli – zumindest auswärts eine Art Angstgegner unserer Mannschaft - zu einer Herausforderung, zumal unser Sturm erheblich dezimiert ist und aktuell noch überhaupt nicht absehbar ist, wer in welcher Konstellation auf der ersten Reihe antreten soll, nachdem jetzt alle etatmäßigen Props bis auf Jessi Neues ausgefallen sind. Wahrscheinlich ist, dass Spielführerin Elisa Trick von der dritten auf die erste Reihe befördert wird, Monica Yee erneut wie gegen Köln auf der Nummer 8 startet. Auch ansonsten könnte es die eine oder andere Umstellung geben. Aber unsere Mannschaft verfügt über reichlich Alternativen und in der Hintermannschaft über so viel Speed, dass die Blauen natürlich als Tabellenführerinnen in dieser Partie favorisiert sind.

Damit hat Trainer Kay Kocher auf Nachfrage kein Problem: „natürlich sind wir favorisiert, das wollen und müssen wir aber auch positiv annehmen. Unsere Spielerinnen wissen, dass man in jedem Spiel beim Null anfangen und sich dann durchsetzen muss. Kein Rugbyspiel ist ein Selbstläufer und das am Samstag wird es angesichts unserer Personalsorgen vorne im Sturm auch nicht werden. Wir müssen wie immer auf jeder Position vom Anpfiff an Vollgas geben und uns dann durchsetzen um zu bestehen!“ Ein klare Ansage zur Marschrichtung am Samstag…

 Neues Jessi

Bild: Ist hoffentlich bis auf weiteres unkaputtbar - Prop Jessi Neues. (Foto: Karlheinz Lörch)

Ankick unter Anleitung von Schiedsrichter Dirk Aigenmann ist am Samstag um 14.00 Uhr auf dem Museumsplatz in der Tiergartenstr. 7, 69121 Heidelberg.

Der vorläufige SCN-Kader für das Spiel gegen den FC St. Pauli:

Kathi Bader, Catalina Bechtel, Lisa Bohrmann, Maite Bredehöft, Johanna Carter, Anja Czaika, Zoe Dickhaut, Katy Dockery, Steffi Gruber, Catharina Günther, Amelie Harris, Michelle Henninger, Franziska Holpp, Sylvia Kling, Eva Laucht, Catherine Liptak, Annabel Mai,  Dilek Menekse, Erica Myers, Jessi Neues, Lea Predikant, Maxime Rath, Samira Schuster, Laura Schwinn, Elisa Trick(c), Jess White, Julia Wich-Schwarz, Monica Yee.

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Wir trainieren bei Pfitzenmeier - www.pfitzenmeier.de

 

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