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Berichte und Infos

Die SCN-Frauen haben am Samstag auswärts bei der SG Rhein-Main mit einer tollen Teamleistung einen 104:0-Sieg (Halbzeitstand 52:0) gefeiert und sich eine Woche vor dem Stadtderby gegen den Heidelberger RK in Topform präsentiert. Aileen Henninger debütierte nach ihrer Einwechslung in der Bundesliga für den SC Neuenheim und hat ihre Aufgabe sehr gut erledigt.

Dabei hatten sich die Personalsorgen der Blauen in der Hintermannschaft vor der Partie nochmals verschärft, weil zusätzlich auch noch Lisa Bohrmann pausieren musste. Coach Kay Kocher musste daher mit Elisa Trick eine weitere Stürmerin einbauen und wechselte die Halbspielerinnen, Catharina Günther diesmal auf der Neun und Clara Tauschek auf Außen. Ansonsten gab es hinten keine Änderungen zum letzten Spiel. Marlis Gerigk wurde auf der ersten Sturmreihe fürs Derby geschont, Julia Wich-Schwarz übernahm die Haklerposition und Jessi Neues startete diesmal, Noemi Mager wurde ebenfalls taktisch geschont und sehr früh durch Pia Erhart ersetzt, die ihren ersten Einsatz auf Prop mit Bravour meisterte. Kathi Bader und die erstmals in der Startformation aufgebotene Maike Waibel bildeten mit Zoe Chioato die dritte Sturmreihe.

Im Spiel ging es vom Ankick weg Schlag auf Schlag, Steffi Gruber legte in den ersten elf Minuten mit den ersten drei ihrer insgesamt vier Versuche einen der schnellsten Hattricks in der Vereinsgeschichte und brachte die Blauen in die Erfolgsspur gegen die unermüdlich kämpfenden Gastgeberinnen. Nach einem weiteren Versuch von Zoe Chioato stand es nach 17 Minuten bereits 26:0 und der offensive Bonuspunkt war gebucht. Die Gegnerinnen werten sich heftig, dennoch war unser Team kontinuierlich am Drücker und ließ die Gegnerinnen überhaupt nicht Ruhe oder gar zur Entfaltung kommen. Weitere Versuche durch Amelie Harris (2), Laura Schwinn und Elisa Trick waren die logische Folge. Halbzeitstand 52:0 für den SCN.

In der zweiten Hälfte ging es so weiter, wie es im ersten Durchgang angefangen hatte: die SG Rhein-Main mit wenig Spielanteilen und der SCN permanent am Drücker. Monica Yee brach nach dem Wiederankick durch die Verteidigung und legte unter den Stangen ab, Elisa Trick schraubte das Ergebnis weiter in die Höhe, ehe dann die völlig entfesselte Amelie Harris drei Mal in Folge links außen die gegnerische Defensive überlief. In der Schlußphase machten es Clara Tauschek über rechts außen, Julia Rettig durch die Mitte und Steffi Gruber mit Vollgas unter die Stangen dreistellig. Entscheidend dafür war auch, dass die SCN-Kickerinnen mit einer sehr starken Kickquote von 75 Prozent glänzten. Laura Schwinn (11) und Zoe Chioato trafen 12 von 16 Erhöhungen aus teilweise schwierigsten Entfernungen und Kickwinkeln. Endstand 104:0 aus Sicht des SCN.

Bader Kathi 2019 11 30

Bild: Die junge Stürmerin Kathi Bader wird immer stärker und bindet hier gleich drei Verteidiger. (Foto:Thoms Sperl )

Kay Kocher war nach der Partie sehr zufrieden mit dem Verlauf und den gezeigten Leistungen. „Wir wollten strukturiert unser Spiel machen und über das Kollektiv zu Punkten kommen, das hat bestens funktioniert. Gerade auch die jungen Spielerinnen haben ihre Aufgaben heute sehr gut gelöst, so dass wir uns auf das Stadtduell mit den Zebras freuen können. Wir wollen unbedingt gewinnen!“

Am kommenden Samstag ist Stadtderby gegen den Heidelberger RK und nur die Siegerinnen können sich eine gute Ausgangslage für das Frühjahr erobern um dann den Tabellenführer aus Köln zu attackieren. Ankick ist am Samstag, dem 07.12.2019, um 14.30 Uhr im Harbigweg beim Ruderklub.

So spielte der SCN: 1 Noemi Mager (15. Pia Erhart) 2 Julia Wich-Schwarz 3 Jessi Neues 4 Julia Rettig 5 Monica Yee (50. Sarah Goßmann) 6 Maike Waibel (65. Aileen Henninger) 7 Kathi Bader (70. Verena Kirchner) 8 Zoe Chioato 9 Catharina Günther 10 Laura Schwinn 11 Clara Tauschek 12 Elisa Trick © 13 Steffi Gruber 14 Amelie Harris 15 Eva Laucht. 

Ergebnis SG Rhein-Main - SC Neuenheim 0:104 (0:52); Schiedsrichter: A. Nussbaumer; Zuschauer: 50; Punkte: 0:7 (4.) V S. Gruber + E L. Schwinn, 0:14 (8.) V S. Gruber + E L. Schwinn, 0:21 (11.) V S. Gruber + E L. Schwinn, 0:26 (17.) V Z. Chioato, 0:33 (19.) V A. Harris + E L. Schwinn, 0:40 (25.) V + E L. Schwinn, 0:45 (31.) V A. Harris, 0:52 (38.) V E. Trick + E L. Schwinn, 0:59 (43.) V M. Yee + E L. Schwinn, 0:66 (47.) V E. Trick + E L. Schwinn, 0:73 (52.) V A. Harris + E L. Schwinn, 0:78 (57.) V A. Harris, 0:83 (68.) V A. Harris + E L. Schwinn, 0:90 (65.) V C. Tauschek + E L. Schwinn, 0:97 (70.) V J. Rettig + E L. Schwinn, 0:104 (78.) V S. Gruber + E Z. Chioato. Gelbe Karten: - / -.

Leider hat es für die SCN-Frauen beim schweren Auswärtsspiel in Köln am Ende nicht zu einem Sieg gereicht. Immerhin konnte aber der wertvolle Defensivbonuspunkt vom Rhein an den Neckar entführt werden, weil es am Ende denkbar knapp 8:12 (Halbzeitstand 5:5) stand. Die Punkte für den SCN hatten Elisa Trick per Versuch und ihre Schwester Laura Schwinn mit einem erfolgreichen Straftritt besorgt.

Die Blauen waren personell erheblich gebeutelt, insbesondere die Hintermannschaft ist zur Zeit nach erschreckend vielen Ausfällen - zuletzt hat sich Bundesliga-TopTryscorerin Lea Predikant am Knie verletzt und fällt für den Rest der Saison aus - heftig dezimiert. So mussten die Trainer in Köln mit Amelie Harris und Catharina Günther auf Außen eine Stürmerin und einen Gedrängehalb aufbieten. Immerhin stand mit Sahtara Wehe auf der dritten Sturmreihe erstmals einer der Neuzugänge in der Bundesliga auf dem Feld. Die US-Amerikanerin ist nicht ganz neu beim SCN, sie hatte in der Saison 2015/2016 bereits zeitweise für den SCN gespielt und ist jetzt für die nächsten drei Jahre zurückgekehrt.

Der SCN begann stark und dominierte von den Standards weg die erste Halbzeit, auch der frühe Ausfall von Prop Marlis Gerigk tat dem starken Spiel der Stürmerinnen keinen Abbruch. Allerdings konnten die Blauen sich lange nicht mit Punkten selbst belohnen, erst kurz vor der Pause konnte Spielführerin Elisa Trick vom Gedränge weg einen Versuch legen. Die Führung war zu diesem Zeitpunkt durchaus verdient, allerdings glich der RSV direkt im Gegenzug noch vor dem Seitenwechsel ebenfalls per Versuch aus.  Halbzeitstand 5:5.

In der zweiten Hälfte wogte das Spiel hin und her und die Gastgeberinnen konnten sich in der Schlussphase eine Überlegenheit erkämpfen. Nachdem zunächst Laure Schwinn mit einem erfolgreichen Straftritt aus knapp 30 Metern halblinks unser Team noch mit 8:5 in Führung gebracht hatte, nutzten die Kölnerinnen eine Zeitrstrafe gegen den SCN und kamen gegen Ende der Partie durch einen Versuch unter den Stangen und die entsprechende Erhöhung erstmals in Front. Dabei blieb es leider bis zum Schlusspfiff. Endstand 8:12 aus Sicht des SCN.

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Bild: eine geschlossene Teamleistung brachte immerhin den defensiven Bonuspunkt in Köln. (Foto: privat)

Am kommenden Wochenende testet die Nationalmannschaft in Frankreich mit SCN-Beteiligung, dann stehen drei Bundesligaspiele in Folge auf dem Programm. Zunächst geht es am 30.11.2019 in Obersthausen bei der SG Rhein-Main um wichtige Punkte, danach steht am 07.12.2019 das Lokalderby beim Heidelberger RK an.

So spielte der SCN: 1 Noemi Mager (65. Pia Erhart) 2 Kathi Bader (60. Julia Wich-Schwarz) 3 Marlis Gerigk (15. Jessi Neues) 4 Julia Rettig 5 Monica Yee 6 Sahtara Wehe 7 Zoe Chioato 8 Elisa Trick © 9 Clara Tauschek 10 Laura Schwinn 11 Catharina Günther 12 Lisa Bohrmann 13 Steffi Gruber 14 Amelie Harris 15 Eva Laucht. Reserve: Aileen Henniger.

Ergebnis RSV Köln - SC Neuenheim 12:8 (5:5); Schiedsrichter: A. Piper; Zuschauer: 200; Punkte: 0:5 (38.) V E. Trick, 5:5 (40.) V C. Gleixner, 5:8 (45.) S L. Schwinn, 12:8 (70.) V S. Kling + E D. Kleine-Grefe. Gelbe Karten: C. Gleixner (60.) / E. Laucht (65.).

Eine Woche vor dem Rugby-Europameisterschaftsspiel gegen die Niederlande am Samstag (23. November 2019) um 14.30 Uhr im Heidelberger Fritz-Grunebaum-Sportpark haben Bundestrainer Mark Kuhlmann (Heilbronn) und und seine beiden Assistenten Alexander Widiker und Lars Eckert (beide SCN) ein 28-köpfiges Aufgebot benannt, das am Freitag auf 23 Spieler reduziert wird. Leonard Becker, Mick Burisch, Robert Lehmann, Nicolas Rinklin, Joshua Tasche und  Luke Wakefield vom Sportclub Neuenheim sind dabei, unser Kapitän Oliver Paine musste leider wegen einer im Spiel gegen Handschuhsheim erlittenen Verletzung absagen.
Der Sportclub gratuliert allen SCN´lern viel Glück und dem gesamten Nationalteam viel Erfolg.

Einen Bericht und viele weitere Infos auch auf der Website der Freunde der Nationalmannschaft und des DRV.

Die „Mutter aller Derbys“ zwischen dem TSV Handschuhsheim und dem SC Neuenheim hielt in allen Belangen, was sie versprach. Nach kurzem Abtasten waren es zuerst die „Löwen“, die mit starken Gassen dem SCN die Grenzen aufzeigten und durch zwei Versuche auf 14:0 davonzogen. Dann aber machte der SCN Druck und kam durch schnell gespielte Phasen der flinken Verbindungsachse bis zur Pause auf 17:12 heran.

Nach der Halbzeit war es der feine Fuß von Nikolai Klewinghaus, der dem TSV die Punkte brachte. Einmal per Straftritt, dann mit etwas zu viel Platz per Dropkick war der Spielmacher für Neuenheim kaum zu bremsen. Den Knick ins zu diesem Zeitpunkt gut laufende TSV-Spiel brachte der Platzverweis gegen Paul Schüle, der im Tackle nach Boxkick zu spät kam. Eine harte, aber vertretbare Entscheidung von Schiedsrichter Jonathan Teppler. In Unterzahl waren nun die „Königsblauen“ wieder stärker, der Versuch des famosen Nicolas Rinklin läutete die spannende Schlussphase ein. Als in dieser auch noch der gerade wieder ins Spiel gekommen Felix Martel mit Gelb vom Felde musste, wurde es ein wahrer Nervenkrimi.

Es ging hin und her, mehrfach kratzte der TSV den Erzrivalen gerade noch von der Linie. Als die 13 tapferen „Löwen“ den letzten Straftritt zu ihren Gunsten holten, war der Kraftakt vollendet und der Prestigesieg knapp, aber verdient eingetütet.

TSV Handschuhsheim - SC Neuenheim 23:19 (17:12), SCN: Becker - S. Robl (52. Strauch), Hoffmann, Nkosi, Meder - Harris, Paine (70. Esadze) - Viviers (65. Didebashvili), Rinklin, Lehmann (73. Fuchs) - Portillo, Burisch (50. Davison) - Weiss (75. van Tonder), Rikadze, Landsberg (55. Pipke).

Schiedsrichter: Teppler (Südafrika); Zuschauer: 550; Punkte: 7:0 (12.) V Schüle + E Klewinghaus; 14:0 (17.) V Fairhurst + E Klewinghaus; 14:5 (35.) V Meder; 17:5 (38.) S Klewinghaus; 17:12 (40.) V Lehmann + E Nkosi; 20:12 (45.) S Klewinghaus; 23:12 (52.) Sprungtritt Klewinghaus; 23:19 (75.) V Rinklin + E Nkosi; Zeitstrafen: Hartmann (32.), Martel (73.)/Rikadze (50.); Platzverweis: Schüle (60.).

Die SCN-Frauen haben am vergangenen Samstag eine wichtige Hürde auf dem Weg zur 7er-DM 2020 genommen und das erste von zwei Wertungsturnieren der Vorrunde beim Heidelberger RK gewonnen. Das Finale gegen den Karlsruher SV ging nach einem extrem langen Turniertag mit 39:0 an uns. Davor hatte sich unser Team bei kalten Temperaturen über acht Stunden auf und neben dem Rugbyplatz aufgehalten und mit langen Pausen zuvor in der Gruppe zunächst den TV Pforzheim (63:0) und den TSV Handschuhsheim (24:0), sowie im Halbfinale den Heidelberger RK (32:0) jeweils ohne Gegenpunkte bezwungen. Damit steht unser Team mit einem Bein in der 7er-DM-Zwischenrunde.

Gerade der Sieg im Halbfinale gegen den in Bestbesetzung angetretenen deutschen Vizemeister Heidelberger RK war nicht nur eine 7er-Demonstation unseres Teams, sondern extrem wichtig für den weiteren Verlauf der Saison. Während der SCN sich nunmehr ziemlich sicher über die beiden Wertungsturniere für die DM-Halbfinalturniere qualifizieren kann, muss der Heidelberger RK wohl den langen Weg über die Gesamtwertung der 7er-Liga nehmen, bei einer erneuten Halbfinalniederlage im zweiten Wertungsturnier würde dies das frühe Aus für den Vizemeister bedeuten. Das ist so, weil das 7er-Gremium der DRF entgegen dem ursprünglich konzipierten Modus beschlossen hat, die Qualifikation über die Wertungsturniere auf die ersten beiden Plätze zu beschränken und alle anderen Startplätze über die Gesamtwertung der 7er-Liga zu vergeben.

So wichtig der Erfolg am Samstag für uns war, umso teurer wurde er erkauft: unser ohnehin gebeutelter Kader wurde weiter dezimiert. Während Johanna Carter spätestens bis zum Bundesliga-Lokalderby gegen den Heidelberger RK in vier Wochen wieder einsatzfähig sein sollte, fällt mit Lea Predikant die Bundesliga-TopTryscorerin der letzten beiden Jahre nach einer gegen den Heidelberger RK erlittenen Knieverletzung langfristig aus und wird im Titelkampf schmerzlich fehlen. Wir wünschen den beiden schnelle und gute Genesung!  

SCN Frauen 2019 11 09

Das Bild zeigt unser erfolgreiches Team mit Physio David Gollnow und Trainer Kay Kocher. Es fehlt Lea Predikant.

Wir möchten uns an dieser Stelle bei den vielen Schieds- und Linienrichtern und beim HRK für die Organisation des Turnieres bedanken!

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